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"Das MaltaCamp“

Jeden Sommer veranstaltet der Malteserorden ein internationales Ferienlager, das so genannte „Camp“ für behinderte Jugendliche aus ganz Europa. Jedes Jahr ist ein anderes Land Gastgeber des Ferienlagers.

Als das erste Camp 1984 in Österreich begann, waren eine Handvoll Nationen anwesend; inzwischen nehmen bis zu 20 Länder aus der ganzen Welt daran teil!

Während der einwöchigen Ferienwoche bietet das gastgebende Land ein fulminantes Programm mit Ausflügen, Aufführungen, Spielen und Rallyes an. Die Teams aus den verschiedenen Nationen wohnen z.B. in einer zentralen Freizeitanlage, einer alten Kaserne oder in Bungalows. So kommt man mit allen Nationen in regen Kontakt. Beim gemeinsamen Essen, Gebet, Spiel und Sport findet man schnell neue Freunde.

 

Die Gäste und das Helfer-Team

Im Mittelpunkt des Ferienlagers stehen für uns deutsche Helfer unsere behinderten Gäste aus Deutschland. Sie kommen aus Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet und haben meistens geistige und/oder körperliche Behinderungen. Meistens verbringt jeder deutsche Helfer die Woche mit einem ihm anvertrauten Gast.

Diese Eins-zu-Eins-Betreuung verlangt sowohl vom Helfer als auch vom Gast einen hohen Einsatz und gegenseitiges Verständnis. Der Helfer begleitet den Gast vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, von der gemeinsamen Mahlzeit bis auf die Toilette. Wir Helfer haben keine pflegerische Ausbildung und lernen, mit physischen und psychischen Belastungen umzugehen, die völlig neu sind. Und die Gäste lassen sich auf eine zunächst völlig fremde Bezugsperson ein, auf die sie auch in intimen Situationen angewiesen sind.

Aber die Erfahrung zeigt, dass liebevolles Verständnis für den Anderen, eine Prise gesunder Menschenverstand und der Wille, zu helfen, bereits ausreichen, um eine tolles Team-Mitglied zu sein. Helfer wie Gäste können sich in der Gruppe immer auf die Hilfe der anderen Team-Mitglieder verlassen. Und selbstverständlich gibt es neben dem mitfahrenden deutschen Team-Arzt eine professionelle ärztliche Versorgung im Ferienlager.

 

Das Erlebnis

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie die besondere „Camp“-Stimmung entsteht, die das Camp so unvergesslich macht. Ob es der Moment ist, in dem einer der Gäste, der bisher eher still und im Hintergrund geblieben ist, lauthals und aus vollem Herzen mit seinem Helfer lacht? Ob es die unzähligen komischen Situationen sind, die sich aus der Kombination verschiedenster Nationalitäten und Sprachen im Ferienlager ergeben? Ob es die gemeinsamen Gottesdienste sind, in denen alle gleich sind, nämlich Kinder Gottes? Wenn zwischen Helfern und Gästen nach einigen Tagen im "Camp" ein Gemeinschaftsgefühl wie in einer Großfamilie entsteht, dann ist diese besondere "Camp"-Stimmung sicherlich nahe. Diese Stimmung speist sich auch aus dem geistlichen Hintergrund des Ferienlagers. Dass Gott jeden Einzelnen von uns als ganze Person liebt und gewollt hat und uns nicht als "behindert" oder "normal" kategorisiert; dass er uns allen durch das Leiden Jesu Christi vorausgegangen und nahe ist - dieser Glaube stärkt die Gäste und regt die Helfer (gleich welcher Konfession) zu Demut und Liebe an. Dies spürt man auch in den gemeinsamen Andachten und Messen mit dem deutschen Priester, der das Team begleitet.

Die Kombination des geistlichen Angebots des "Camps" mit dem unbeschwerten Ferienvergnügen, macht die gemeinsame Woche zu einer prägenden Erfahrung, die das Herz mit Jubel erfüllt.

Das nächste Camp findet vom 9. bis 16. August 2014 in der Nähe von Arnheim in den Niederlanden statt. Infos unter www.maltacamp2014.nl. Menschen mit Behinderung und Helfer, die mitfahren möchten, können sich gerne bei Friedrich Spee unter maltacamp@gjm-online.de anmelden. Je frühzeitiger die Anmeldung, desto größer sind die Chancen mitzufahren.“größer sind die Chancen mitzufahren.